Nach gutem Start vom Glück verlassen

Die mit Neuzugängen aus Troisdorf verstärkten Aufsteiger starteten mit starken Auftritten gegen die als Aufstiegskandidaten gehandelten Teams aus Bad Münstereifel und Bonn rrh. Als aus danach folgenden vier Partien in äußerst engen Spielen 7:1 Punkte geholt wurden, stand die Scherkenbach-Truppe plötzlich im oberen Drittel der Tabelle. Hier und da begann bereits das Träumen…
Doch dann verließ die Mannschaft das Glück, es gesellte sich pro Spiel eine ebenso extreme wie unerklärliche Schwächephase hinzu und einige Spiele später befanden sich die Liganeulinge mitten im Abstiegskampf. Mit dem Jahreswechsel übernahm Ex-Trainer Stefan Grünewald, seinerzeit Mitbegründer der Mannschaft, Aufstiegstrainer der ersten Saison und immer noch aktiver Mittelmann, das Amt des Spielertrainers von Adrian Scherkenbach, der aus privaten Gründen eine Handballauszeit nahm. Der große Kader schien eine Rotation bei den Einsätzen nötig zu machen, doch weit gefehlt – verletzungsbedingte Ausfälle sowie private oder berufliche Termine sorgten regelmäßig für geringe taktische Möglichkeiten. Auch wenn die Stimmung weiterhin positiv war, die Erfolge blieben selbst gegen die "Kellerkinder" aus Siebengebirge und Kall aus, welche die Zweitvertretung der HSG trotz eines hart erkämpften Sieges am vorletzten Spieltag in Erftstadt in der Tabelle noch abfingen.
Der fünftbeste Angriff der Liga mit über 28 Toren pro Spiel und der siebbeste Torschütze sowie 7m-Werfer der Liga (Luca Matysiak) reichen nicht aus, wenn die Abwehr ligaweit am meisten Treffer kassiert. Durch den Rückzug des HSV Troisdorf vor Saisonbeginn und einen möglichen Aufstiegsverzicht der Feytaler besteht zumindest noch ein Funken Hoffnung auf einen Klassenverbleib.
Nach dem letzten Spiel übergab Stefan Grünewald den Trainerstab zurück an Adrian Scherkenbach, dem der Großteil des Kaders (5 Abgänge bei 7 Zugängen) in die kommende Saison - ungeachtet der Ligazugehörigkeit - folgen wird. Ergänzt werden soll der Kader durch drei Spieler aus der A-Jugend, welche Talent und Lust auf Herrenhandball mitbringen. Schlussendlich bleibt es in der Sommerpause spannend, in welcher Liga die H2 ab September angreifen wird.







