Rückblick auf ein Jahr Verbandsliga

Während in der Vorsaison beim erstmaligen Aufstieg einer HSG Sieg-Mannschaft in die Verbandsliga alles, aber auch wirklich alles wie am Schnürchen lief, hatte die Schaumanntruppe auf Nordrheinebene nicht viel zu lachen.
In der Saison 24/25 gab es keine schwerwiegenden Verletzungen, alle engen Spiele wurden gewonnen und die Mannschaft wurde vorzeitig Kreismeister. Ein Jahr später sah es nun komplett anders aus. Schon beim Aufwärmen am allerersten Spieltag zog sich Kreisläufer Patrick Katzer einen Kreuzbandriss zu und fiel damit nahezu die komplette Saison aus. Trotz dieses Schocks gelang der Saisonstart und die ersten drei Heimspiele konnten gewonnen werden. Wer nun dachte, dass der Klassenerhalt bereits sicher sei oder der Blick Richtung Aufstiegsplätzte gewagt werden dürfte, wurde schnell eines Besseren belehrt, denn in den folgenden Wochen verkleinerte sich durch Mittelfußbruch (Rolf Dickopp), Bänderriss (Niko Pützer) und Schulterverletzung (Alex Nolting) sowie die studienbedingten Absagen von Prahl und Thomas Pützer der Kader massiv. Zu drei äußerst knappen Niederlagen sowie zahlreichen Partien mit unerklärlichen Einbrüchen nach herausragenden ersten Halbzeiten - inklusive deutlicher Führungen - kamen außerdem zwei mindestens fragwürdige Entscheidungen am grünen Tisch hinzu, wodurch vier wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt verloren gingen.
Die Abstiegssaison brachte trotz allem Pech, das sich ein Aufsteiger in dieser Liga nicht leisten kann, auch viele positive Dinge mit sich. Die Integration der Neuzugänge aus Troisdorf verlief schnell sowie reibungslos und verstärkte die Mannschaft direkt. Weiterhin fand Kreisläufer Thomas Schmidt nach 18 Monaten Pause zum Handball zurück und spielte eine starke Runde. Ganz stark war zudem die phänomenale Entwicklung von Linksaußen Daniel Laj, welcher leistungsmäßig den größten Sprung in der Spielrunde gemacht hat. Außerdem hat die 1. Herren in den Heimspielen gezeigt, dass sie mit nahezu jedem Gegner ein Spiel auf Augenhöhe gestalten kann. Oft waren es nur Kleinigkeiten, wodurch die Spiele, wie gegen den Vizemeister der HSG Siebengebirge oder den Tabellendritten der HSG Geislar-Oberkassel, sehr knapp verloren wurden.
Trainer Frank Schaumann zeigte sich mit Blick auf die kommende Saison hochzufrieden, da der Großteil der Mannschaft zusammenbleiben wird. In dieser wird das HSG-Urgestein seiner Philosophie treu bleiben und talentierte Spieler aus der eigenen A-Jugend einbauen. Rückraumlinks Markus Bredenbals sowie auch Mittelmann Filip Benko trainieren bereits seit einem Jahr bei den Herren, stehen dem Trainer ab Oktober mit Doppelspielrecht zur Verfügung und werden dem Team beim Kampf um die vorderen Plätze mit großer Wahrscheinlichkeit weiterhelfen.
Die "Seuchensaison" gilt intern als abgehakt und der Blick richtet sich bereits wieder nach vorne. Die handballinteressierten aus Siegburg, Hennef und dem Umfeld dürfen bereits heute gespannt sein...







